Antiviren-Firmen "missionieren" Unternehmen
Neu auf der CeBIT sind bei den Antivirenherstellern vor allem Security-Programe, die Rechner im Netzwerk schützen. Der Tenor sowohl bei G Data als auch bei F-Secure: Unternehmen können ihre Umgebungen noch so gut schützen - doch wenn Mitarbeiter ihre Notebooks ungetestet im Firmennetz anstecken, können sie doch wieder Malware einschleusen.
Beide Unternehen haben sich nun zur CeBIT entschlossen, ihre Client-Security-Programme in neuen Versionen zu veröffentlichen. Und beiden Firmen zufolge springen die ängstlichen Unternehmenschefs zurecht auf diesen Zug auf - das Interesse sei riesig.
Thorsten Urbanski, Pressesprecher von G Data, ist nicht nur stolz auf die neuen Client-Security-Programme für Unternehmen und deren "für den Mittelständler bezahlbaren Preis". Er weiß sogar von einer Firma zu berichten, die ihren Mitarbeitern Lizenzen auch für deren Privat-PCs finaniert. So sind die User immer auf dem aktuellen Stand und holen ihre Updates übers Firmennetz - das Anstecken von privaten Geräten im Unternehmen birgt so keine Gefahren mehr.
Klaus Jetter, deutscher Country Manager von F-Secure, sieht die Maßnahmen des Mitbewerbers sehr gelassen: "Die haben doch gerade erst mit der Unternehmens-Software begonnen. 90 Prozent ihres Umsatzes kommen aus dem Privatkundenbereich". F-Secure sei dagegen vor allem bei Unternehmen aktiv und investiere auch am meisten in die Entwicklung von Unternehmens-Software. Neu ist hier vor allem eine Client-Security-Suite, die neben den üblichen -Antivirenfunktionen, Antispam und Anti-Spyware eine neue Technik enthält, die heuristische Erkennung von Verhaltensmustern mit Sandbox-Techniken mischt (hier werden Bedrohungen in einer geschützten Umgebung durchgespielt). Dies soll die bis zu drei Stunden überbrücken können, die vergehen, bevor eine neue Virensignatur fertiggestellt ist.
Alles in allem: Die beiden Antivirenhersteller wachsen schneller als der Rest des Marktes. Es scheint, als hätte sich das Sicherheitsbewusstsein der Unternehmer verbessert.
Uns in noch einer Tatsache sind sich die beiden Kontrahenten einig - und das haben sie auch mit anderen Antiviren-Anbietern gemein: Auf Microsofts Sicherheitsfunktionen in Windows Vista würden sie nicht vertrauen. (mk)