Rote Punkte hüpfen ins Business
Auf der diesjährigen Cebit hört man nicht mehr viel von technischen Innovationen. Nahezu alle Anbieter versuchen sich statt dessen als seriös zu vermarkten. Das flippige Online-Publishing-System Red Dot von vor einigen Jahren hat sich zur Content-Publishing-Plattform in Unternehmen gemausert. Statt HTML-Seiten wird nun Content in verschiedene Plattformen geliefert, und seit dem Kauf durch ECM-Spezialist OpenText (Enterprise Content Management) sind noch einige Schnittstellen hinzugekomnmen.
Neu zur CeBIT ist beispielsweise die Anbindung an SAP, erklärt Marketing-Manager Matthias Tausendpfund gegenüber PC Professionell. Programmierschnittstellen erlauben die Anbindung an andere Systeme. "Könnte man das auch als Service in serice-orientierte Architekturen integrieren?" fragte PCPro, um zu erfahren, wie die RedDot-Mannschaft auf aktuelle "Buzzwords" reagiert. Gut gekontert von Christoph Bodi, der sich "Chief Tehnology Officer" nennen darf: "Ach, das ist nur so eine Wolke aus den Marketing-Abteilungen, die eh keiner erklären kann. Wichtig ist doch, dass man diese Dienste in andere einbinden kann und sie dann auch das tun, was derAnwender will". (Screenshot - klicken zum Vergrößern - Anbindung von Red Dot an weitere Anwendungen).
Der Marketingwolken-Test hat funktioniert - anders als bei manchem Marketing-Unternehmen hat Red Dot beziehungsweise OpenText verstanden, dass es inzwischen mehr auf den Kunden als die Verkaufe ankommt. Ob das auch für andere Unternehmen gilt? (mk)