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Grafikkarte beschleunigt Physik

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ATI bringt Ageia in Bedrängnis. Mit seinem Beschleuniger-Chip namens PhysX hat Ageia das Thema Physikberechnung in 3D-Spielen ins Gespräch gebracht. Dabei geht es darum, physikalische Effekte wie die Bewegung von Gegenständen oder die Interaktion zwischen Objekten besonders realistisch darzustellen. Beispielsweise das Auseinanderfliegen der Splitter nach einer Explosion. Doch der Ageia-Entwicklung steht eine ungewisse und wahrscheinlich wenig erfolgreiche Zukunft bevor. Denn ATI macht die Physik-Beschleunigung schon bald auch mit Hilfe von Grafikkarten möglich. Eine Radeon-X1600-Grafikkarte soll laut ATI die doppelte Rechenleistung einer Ageia-PhysX-Karte bieten – aber nur gut ein Drittel des Preises von rund 250 bis 300 Euro kosten.

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ATI stellt eine Grafikkarte im PC komplett zur Physik-Berechnung ab. In einem entsprechenden System arbeitet eine Grafikkarte für die 3D-Berechnungen und eine zweite für die Physik. Auch Crossfire-Systeme mit zwei gekoppelten Grafikkarten für die 3D-Darstellung plus eine weitere Physik-Grafikkarte sind möglich. Dazu ist aber ein Mainboard mit drei langen PCI-Express-Slots notwendig. Solche gibt es bislang aber nur wenige – Intel hat beispielsweise mit dem BOXD975XBXLKR eines im Angebot.

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Mit einer Radeon-X1900-XT-Karte für die Physik und zwei weiteren dieser Karten im Crossfire-Verbund demonstriert ATI auf der Computex die Leistungsfähigkeit seiner Lösung: In einem Software-Demo fallen 15 000 Steine eine Ebene herab. Das oben genannte System spielt die Szene mit rund 50 bis 70 Frames/s flüssig ab, wenn die Physik-Beschleunigung der Grafikkarte aktiviert ist. Wird die Physik-Berechnung alleine der CPU überlassen, fallen die Bildraten unter 10 Frames/s – der Bildaufbau stockt sichtbar. ATI setzt auf die Havok-FX-Engine auf und will damit die gute Kompatibilität zu möglichst vielen 3D-Spielen sichern. Spätestens im Herbst will ATI die passenden Treiber offiziell zugänglich machen. (sf)

6. Juni 2006, 11:45 in Computex | Permalink

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Kommentare

Da nvidia auch mit havoc fx zusammenarbeitet, wird sich wohl ageia nicht durchsetzten können. Schade für ageia, gut für die user, die nicht 280€ nur für eine physikkarte hinlegen müssen.

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